Im surrealistischen Dreieck  Cadaques – Figueras – Pubol
Zu Besuch bei Salvador Dali


lm Mai 2000 starteten zwei bis zum letzten Platz besetzte Busse vom Campus unserer Fachhochschule in Richtung Costa Brava/Spanien. Ungefähr ein Hundert Studierende hatten sich für eine Woche dem Surrealismus Salvador Dalis verschrieben. Sie dokumentierten ihre Reise in zahlreichen Fotos, die
uns ein Stück weit in die Zeit Dalis versetzten sollen.
In Cadaqués, dem Zielort der Reise, hatten die Studenten die Gelegenheit die theoretischen Vorbereitungen praxisbezogen umsetzen. Ein Fischerdorf in der Nähe wurde als Unterkunftsort ausgewählt, wo allabendlich die Arbeitsergebnisse ausgetauscht wurden. Jeden Morgen fand der Bustransfer nach Cadaqués und Port Lligat statt, die Wirkungsstätte von Salvador Dali.
Dali, 1904 in Katalonien geboren, ist für uns heute zweifellos einer der bedeutendsten Surrealisten. Er besuchte sogar die Kunstakademie in Madrid und stellte seine Studien in Barcelona aus, welche zu jener Zeit überaus positiv bewertet wurden. Salvador Dali ist der einzige Künstler, für den es bereits zu
Lebzeiten zwei Museen gab. Der Künstler beschäftigte sich sehr mit Sigmund Freud, welcher einen erheblichen Einfluss auf sein künstlerisches Schaffen hatte. Aber Dali lernte auch poetische Surrealisten kennen, wie beispielsweise Paul Éluard, dessen Frau Helena ihn entzückte. Später gewann er sie für sich und nannte sie stets "Gala". lhr schenkte er das Schloss Pubol, welches sich unsere Studierenden auch näher betrachteten. Auch in seinen Werken begegnet man oft seine Frau.
Salvador Dali erkrankte an Parkinson und starb 1989 an Herzversagen.

Seine häufigste Thematik ist die Welt des Traums, des Rausches, des Fiebers und der Religion. Dieses Alptraumhafte und Unwirkliche in seinen Bildern ist heute ein wichtiges Merkmal des Surrealismus. Dalis Werk "melting clocks" ist wohl das bekannteste und zeigt deutlich die zerfließenden und ineinander übergehenden Formen, welche typisch für den Surrealismus sind.
Die Bewegung der Surrealisten versuchte, das Unbewusste darzustellen, indem sie Traum und Realität miteinander verschmelzen ließ. Es werden absolut reale Dinge in völlig abstrusen Zusammenhängen dargestellt, sodass es dem Betrachter kaum mehr möglich ist, zwischen Traum und Realität zu unterscheiden.
Die Arbeitsgruppe Fotografie unter der Leitung von Joachim Ehmke und Malerei unter der Leitung von Christian Siegel und Kerstin Alexander fanden ihre Motive und Anregungen in der malerischen Bucht und der bizarren Küstenlandschaft der Costa Brava. Die Arbeitsgruppe Videokunst und Videodokumentation unter der  Leitung von Prof. Dr. Johann Bischoff spürte alte Bewohner des Ortes auf, welche Dali selbst noch kannten und dies vor der Kamera lebhaft schilderten. Abstecher zu den Eckpunkten des magischen Dali --- Dreiecks, nach Figueras, wo Dali im  Theater - Museum bestattet ist und zum Schloss Pubol, rundeten das Bild des großen Meisters ab.

Bilder

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