Prag – Wo geht’s hier bitte zur Moldau?

Eine Gruppe von Kultur- und Medienpädagogikstudenten, zwei hoch motivierte Hochschuldozenten und eine Dolmetscherin – und eine fremde Stadt. Zugegeben, für die Dolmetscherin weniger fremd als ihr zuweilen scheinbar besagte Studenten und Dozenten vorgekommen sein mögen. Aber wozu hat man eine Dolmetscherin denn auf einer solchen Reise denn mit dabei, wenn nicht für das Dolmetschen? Richtig! Für das gedolmetscht werden.

Ja, so oder so ähnlich könnte eine Beschreibung der illustren Reisegruppe aussehen, die sich Ende Mai 2013 auf den (mal mehr, mal weniger) beschwerlichen Weg nach und durch die Goldene Stadt Prag machte. Auf Kunstreise wohlgemerkt. Tschechische Künstler wie Alfons und Frantisek Bilek oder der Literat Franz Kafka, darum sollte es in diesem Jahr gehen. So hatten es sich die Dozenten im Vorfeld der Reise ersonnen.

Wir, die Studenten, hatten im Gegenzug mit verschiedenen Medien unserer Wahl Prag zu erkunden.
Prag, was für eine Stadt. Laut, bunt, zugegeben im richtigen Licht (etwa jeden Abend gegen 19.24 Uhr Ortszeit) auch golden – nur, wo bitteschön geht, es da zur Moldau? Diese Frage stellte sich gleich am ersten Tag, denn wo die Moldau ist, da kann der Altstadtkern dieser geschichtsträchtigen Stadt nicht weit sein. So viel zur Theorie. Die Praxis sah jedoch nicht ganz so simpel aus. Wenn man in einem Hotel nächtigt, welches nach einem Gott benannt ist – Hotel „Mars“: Adresse folgt auf Anfrage, aber nicht auf Empfehlung (!!) – dann sollte man doch meinen, dass besagte Innenstadt und damit die glitzernde Moldau etwas näher liegt. Nein, weit gefehlt. Da werden aus umsichtig beschriebenen 500 Metern zur nächsten Metrostation gefühlte 5000 Meter und da wird von einem BEWACHTEN Busparkplatz schon mal ein BEWACHTES Navigationsgerät aus dem BEWACHTEN Bus geklaut. Aber Kultur- und Medienpädagogikstudenten sind ja hart im Nehmen.

Von Kafka, Mucha und Bilek haben sie dann sogar noch etwas zu sehen bekommen. In Form von Museen und den darin befindlichen Ausstellungen. Und was es dort zu sehen gab, beeindruckte sehr. Kafka als entrückter Literat, Mucha als Künstler seiner Zeit weit voraus und Bileks Wohnhaus mit Originalwerken – sehr beeindruckend. Nicht minder beeindruckend wie die außergewöhnliche Multimedia-Tanz-Theaterperformance der legendären Gruppe „Laterna Magika“. Im Prager Theater sahen wir „Casanova“ – und trotz der gewöhnungsbedürftigen Art der Inszenierung war die Vorstellung höchst nachhaltig. Leider so nachhaltig wie der Regen, welcher uns auf den letzten beiden Tagen unserer Reise begleitete – er sollte die Moldau über den Rand hinaus füllen. Leider.

Was den Studenten, ihren Dozenten und sicher auch der Dolmetscherin bleibt, sind die Erinnerungen an eine tolle Stadt, die tolle Persönlichkeiten hervorgebracht hat. Und vielleicht hat das ein oder andere goldene Künstlerfünckchen ja auch auf die illustre Reisegruppe abgefärbt...

Teresa Schneidewind

Bilder

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